Gutes Gedeihen
Ein derzeit tägliches Szenario: „Warum werden die Tomaten einfach nicht rot?“... ich stehe mal wieder am Beet und frage mich, wann ich endlich ernten kann. Vielleicht brauchen sie mehr Wasser? Dünger? Sollte ich doch noch ein paar von den Blättern abschneiden, damit die grünen Früchte mehr Sonne bekommen und endlich rot werden? Oder einfach in Ruhe lassen?
Es ist der erste Anbauversuch im eigenen Garten. Ich habe mir viel Mühe bei der Auswahl der richtigen Sorten, der Vorbereitung des Bodens und bei der Pflege der kleinen Pflänzchen gegeben. Jede neue Blüte und jede kleine Frucht wurden mit Freude beobachtet.
Jetzt bleibt wohl nur Warten und die Erkenntnis, dass Ungeduld in diesem Fall nichts als Unzufriedenheit bringen wird. Vieles konnte ja auch schon geerntet werden – Radieschen, Zuckererbsen, Salate – und auch auf ein Gelingen der Tomaten muss ich nun vertrauen. Sie werden schon rot, wenn sie so weit sind – und dann wird es eine große Freude!
Ganz nach dem Motto „Gut Ding will Weile haben“ oder „So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.“ (1. Korinther 3,7)
Luise Scherrer
Referentin in der Ökumenischen Arbeitsstelle des Kirchenkreises Plön-Segeberg