Kaum zu glauben
„Am dritten Tage auferstanden von den Toten.“ Alles daran ist unglaublich und zweifelhaft. Auch Jesus engste Vertraute können es nicht glauben. Gesehen hat es keiner von ihnen. Das Grab war einfach leer. Die Frauen erzählen, er sei auferstanden. Maria will ihn gesehen haben.
Die Jünger zweifeln. Sie hatten doch gerade erst verstanden, dass er nun wirklich tot ist. Selbst als der Auferstandene dann vor ihnen steht, zweifeln einige noch. Oder sie erschrecken aus Angst, einen Geist vor sich zu haben.
Jesus zeigt ihnen seine Wunden, lässt sich berühren und nimmt ihnen ihre Angst und ihren Zweifel. Langsam finden die Jünger Vertrauen. Mit ihren Händen und ihren Augen begreifen sie, dass Jesus wirklich unter ihnen ist.
Manchmal beginnt Glaube nicht im Kopf. Und manchmal gehören Zweifel dazu. Weil Zweifel wichtig sind. Wir können und sollten nicht alles glauben, was wir hören. Der Zweifel führt zu den richtigen Fragen und zur kritischen Auseinandersetzung. Und manchmal wünschen wir uns wie die Jünger etwas zum Anfassen: Gemeinsames Tun, gemeinsames Singen, gemeinsame Erlebnisse, gemeinsames Essen.
Weil Glaube nicht erst beginnt, wenn wir alles verstanden haben oder alle Zweifel verstummen. Manchmal ist der Zweifel der Anfang, weil Menschen weiterfragen. Weitersuchen. Weitergehen. Damit dann Stück für Stück Vertrauen entsteht. Und dafür braucht es auch etwas Handfestes. Jesus zeigt sich seinen Jüngern, in den Evangelien ist das für uns aufgeschrieben. Weil auch der Evangelist Johannes schon wusste: „Kaum zu glauben“ ist das.