Manchmal muss etwas Altes weichen
In unserer Straße steht ein Haus, Es sieht alt aus, es wohnt schon lange niemand mehr darin, es ist schon ein bisschen verfallen.
Vor Kurzem wurde es eingezäunt, bald soll es abgerissen werden. Was wird dort wohl Neues entstehen? Manchmal muss etwas Altes weichen, damit etwas Neues aufgebaut werden kann. Das kann erst einmal Angst machen, das alte war bewährt, etwas Neues nicht in Sicht. Wird mir das neue gefallen?
So ist es auch, wenn sich jemand verabschiedet, den ich schon lange an meiner Seite hatte. Er oder sie geht, beginnt etwas Neues, ihr oder sein Platz bleibt leer. Das kann ich gut nachfühlen, ich gehe selbst Anfang April in Rente. Viele Jahre war ich als Pastorin in Wahlstedt tätig, habe Ziele gesetzt und neue Wege gesucht. Nun habe ich neue Ziele vor Augen und bin auch unendlich dankbar, dass ich darauf vertrauen kann, dass das Leben nicht ziellos weitergeht. Eines Tages komme ich an, eines Tages nimmt Gott mich in seine Arme.
Bis dahin gilt, was im Buch Josua steht:
Sei mutig und entschlossen, lass dich durch nichts erschrecken und verliere nie den Mut, denn ich der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst. (Jos 1,9).
Pastorin Brigitte Scheel, Kirchengemeinde Wahlstedt