Ev. - Luth. Kirchenkreis Plön-Segeberg

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Sülfelder Pastor Steffen Paar bezieht klar Stellung gegen rechte Gewalt

Fast 800 Menschen haben am Sonnabend, 26.Oktober in Sülfeld unter dem Motto „Sülfeld ist bunt – wir sind mehr“ gegen Übergriffe einer rechtsextremen Gruppierung in der Gemeinde demonstriert. Unmittelbar vor dem Anpfiff des Punktspiels der Handball-Damenmannschaft des SV Sülfeld dankte Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote den Sportlerinnen und Pastor Steffen Paar – als einem der Köpfe der spontanen Protestaktion – für ihre Initiative.

„Hier in Sülfeld und auch überall woanders gibt es keinen Platz für Nazis“, fand der CDU-Politiker deutliche Worte. „Mit dieser Veranstaltung setzen Sie ein klares gesellschaftspolitisches Zeichen.“

Anlass für die Kundgebung waren körperliche Attacken Neonazis gegen mehrere Sülfelder Bürger, als diese Aufkleber mit rechtem Gedankengut von Häuserfassaden und Laternen entfernen wollten. „Rechtsextremes Gedankengut hat in unserer Gemeinde nichts verloren. Das geht nicht vorbei wie ein einfacher Schnupfen“ sagte Pastor Steffen Paar und erhielt dafür stehende Ovationen des Publikums. Der Theologe hatte sich in den vergangenen Tagen in den sozialen Medien als deutliches Sprachrohr gegen rechte Gewalt und für eine bunte und tolerante Gemeinde hervorgetan.

Letzteres unterstützt auch der Kirchenkreis Plön-Segeberg in aller Deutlichkeit. Beide Pröpste, Dr. Daniel Havemann und Erich Faehling, waren am Samstag unter den Zuschauern, um ihre Verbundenheit mit den Sülfeldern zu demonstrieren. „Als Kirche ist es unsere Aufgabe, Menschen zuzuhören, wenn sie Sorgen und Ängste haben – auch dann, wenn wir inhaltlich nicht ihre Meinung teilen“, sagte Dr. Havemann. „Aber in unserem christlichen Glauben stehen wir fest und unumstößlich gegen jede Form der Gewalt, der Fremdenfeindlichkeit und des politischen Extremismus.“

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Copyright Bilder: Foto: Irene Burow (mit freundlicher Genehmigung der Lübecker Nachrichten, Kreis Stormarn)