Fanny Dethloff in Preetz in den Ruhestand verabschiedet
Elf Jahre lang ein Leuchtturm für Klinik- und Notfallseelsorge
Bei ihrem Verabschiedungsgottesdienst Anfang Oktober in der Stadtkirche in Preetz ließ Pastorin Fanny Dethloff ihren Blick ein letztes Mal durch die randvoll gefüllten Sitzreihen schweifen. Elf Jahre lang war sie für den Pastoralpsychologischen Dienst im Kirchenkreis Plön-Segeberg verantwortlich. Als solche war sie vor allem als Klinik- und Notfallseelsorgerin, aber immer mehr auch im Bereich von Fort- und Weiterbildungen aktiv. Jetzt ging sie in den verdienten Ruhestand.
In ihrer finalen Predigt erzählte sie über ihren beeindruckenden beruflichen Lebensweg, der vor 47 Jahren mit dem Theologiestudium begann und sie dann unter anderem als Vikarin nach Hamburg, als Gefängnisseelsorgerin in den Knast, als Mitarbeiterin ins Diakonische Werk und als Flüchtlings- und Menschenrechtsbeauftragte durch die gesamte Nordkirche und darüber hinaus führte, bevor sie mit ihrer Arbeit in Preetz anfing.
„Du wirst fehlen“, sagte Propst Erich Faehling in seiner Ansprache, „als Pastorin, als Kollegin und als Mensch, denn du hast andere Menschen stark gemacht.“ Er blicke mit Respekt und Dankbarkeit auf die Art und Weise wie Fanny Dethloff ihren Dienst ausgeübt habe. „Du standest immer für Halt und Haltung. Und manchmal hast du sicherlich auch streitbar agiert, aber immer klar, geradeheraus und mit einem guten und christlichen Ziel vor Augen.“ Worten, denen sich viele WeggefährtInnen anschließen konnten und wollten. Nach dem Gottesdienst wurde noch lange gemeinsam im Haus der Diakonie in Preetz gefeiert.