Ev. - Luth. Kirchenkreis Plön-Segeberg

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Homepage-Gottesdienst zu Sonntag, 29.3.2020 (Judika)

In Zeiten, in denen Kirchen schweren Herzens wegen eines Virus geschlossen bleiben müssen, möchten wir Ihnen dennoch einen geistlichen Impuls für Ihren Sonntag geben. Bis auf Weiteres veröffentlichen wir hier unseren sogenannten Homepage-Gottesdienst. Am 29. März predigt für Sie Pastorin Fanny Dethloff, Klinik- und Notfallseelsorgerin Preetz, musikalisch begleiten den Gottesdienst Sabine Braun und Ulrich Kodjo Wendt.

Musikalisches Vorspiel
"Home", interpretiert von Sabine Braun und Ulrich Kodjo Wendt (Komponist)
(für musikalische Version bitte anklicken)

Begrüßung
Ich begrüße Sie, Euch alle zu diesem Gottesdienst - in ungewohnter Form.
Wir feiern ihn im Namen Gottes, der unsers Lebens Schöpfer ist,
im Namen Jesus Christus, der uns Bruder wurde und uns befreit hat zu Lebendigkeit und zum Leben
und im Namen der Heiligen Geistkraft, die uns immer wieder beflügelt, mit Phantasie ansteckt und uns tröstet.
Amen

Psalm 43
1 Schaffe mir Recht, Gott, /
und führe meine Sache wider das treulose Volk
und errette mich von den falschen und bösen Leuten!
2 Denn du bist der Gott meiner Stärke:
Warum hast du mich verstoßen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt?
3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten
und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,
4 dass ich hineingehe zum Altar Gottes, / zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist,
und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.
5 Was betrübst du dich, meine Seele,
und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Gebet nach Psalm 43
Zu Dir, Gott, will ich rufen - und doch ich weiß in diesen Zeiten oft nicht, wie es geht.
Du bist meine Kraft und Stärke, irgendwo da draußen, und tief in mir bist du, Gott!
Du bist in meiner Lebensmelodie eingewoben, in meinen Beziehungen, die mich liebevoll gestärkt haben.
Zu Dir, Gott, will ich rufen:

Schaffe Gerechtigkeit und Recht - und erlöse uns.
Doch ich höre so viele Falsches, Fakenews nennen sie es.
Böse ist es und Hass erfüllt.
Kaum jemand darf mich besuchen und ich fühle mich verstoßen, traurig bin ich und sehr unruhig,
Ja, Licht und Wahrheit brauche ich in diesen Zeiten,
dass sie mich leiten.
Innerlich mache ich Wanderungen und erreiche Anhöhen und blicke in weite Täler. Nicht einmal in die Kirchen darf ich und doch erinnere ich mich ganz genau: an die Altäre und die Wandbilder,, die Kirchenfenster und fühle mich gleich geborgen.
Singen möchte ich, ein Instrument spielen - auf dem Balkon oder im Garten.
Was betrübst du dich meine Seele und bist so unruhig in mir.
Obwohl ich nicht weiß wie, warte ich auf dich Gott, auf ein Zeichen.
Dankbar will ich sein und dir sagen: Ja, du bist mein Gott.
Amen.

Lied
Es gibt ein Lied, das diesen Ruf nach Gottes Gerechtigkeit aufnimmt.
Sonne der Gerechtigkeit
(Für die musikalische Version bitte Anklicken)
Hier finden Sie alle acht Strophen abgedruckt. Suchen Sie sich bitte Ihre drei Lieblingsstrophen heraus.

1) Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit;
brich in Deiner Kirche an, daß die Welt es sehen kann.
Erbarm Dich, Herr.

2) Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit,
daß sie Deine Stimme hört, sich zu Deinem Wort bekehrt.
Erbarm Dich, Herr.

3) Schaue die Zertrennung an, der sonst niemand wehren kann;
sammle, großer Menschenhirt, alles, was sich hat verirrt.
Erbarm Dich, Herr.

4) Tu der Völker Türen auf;
Deines Himmelreiches Lauf hemme keine List noch Macht.
Schaffe Licht in dunkler Nacht.
Erbarm Dich, Herr.

5) Gib den Boten Kraft und Mut, Glauben, Hoffnung, Liebesglut,
laß Du reiche Frucht aufgehn, wo sie unter Tränen säen.
Erbarm Dich, Herr.

6) Laß uns Deine Herrlichkeit sehen auch in dieser Zeit
und mit unsrer kleinen Kraft üben gute Ritterschaft.
Erbarm Dich, Herr.

7) Laß uns eins sein, Jesu Christ, wie Du mit dem Vater bist,
in Dir bleiben allezeit, heute wie in Ewigkeit.
Erbarm Dich, Herr.

8) Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit sei dem Höchsten allezeit,
der, wie Er ist drei in ein, uns in Ihm läßt eines sein.
Erbarm Dich, Herr.

Predigt
Zeiten, die wir so nicht kannten
(bitte Anklicken, um zur Predigt zu kommen)

Lied aus Taizé 
Meine Hoffnung und meine Freude
(Für die musikalische Version bitte Anklicken)

Meine Hoffnung und meine Freude,
meine Stärke mein Licht,
Christus meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht

Fürbittengebet
Gott, wir kommen zu dir,
komm du zu uns.
Wir bitten dich für uns und alle, die in Angst sind,
lass es nicht zu, dass wir in Ängsten versinken,
schick uns Hilfe und Geduld, Kraft und Hoffnung
und lass uns das Unsrige als Spender von Hoffnung und Licht dazu beitragen für Andere.

Wir bitten dich, sei bei denen die über alle Maßen beansprucht sind in diesen Zeiten,
all die Menschen, die für unsere Gesundheit, Pflege, für unser Wohlergehen sorgen, für all die, die den täglichen Ablauf mit helfen aufrechtzuerhalten,
sei da mit deiner Heilkraft und Stärke, sei du Burg und Festung.

Lass uns das Unsrige dazu tun, dass Anerkennung und Achtung erkennbar wird.
Gott, sei mit denen, die krank sind, keinen Besuch erhalten dürfen, lass sie ahnen, dass wir mit Gebeten da sind, weltweit, dass wir eine Wolke der Heiligen mit erbeten für alle, die jetzt so leiden. Gott, du machst keinen Unterschied – hilf, dass auch wir sehen, dass ein Mensch, der leidet, ein Mensch ist, egal wo auf der Welt. 

Lass uns in der Krise nicht in einen engstirnigen Egoismus fallen, sondern im Gegenteil, Anteil nehmen am Leid derer, die in Flüchtlingslagern, in Kriegsgebieten ausharren müssen. Hilf, dass wir das Unsrige dazu beitragen, dass Menschen auch weiterhin geholfen werde.

Gott, in der Stille kommen wir zu dir und bitten dich für unsere Lieben, für unsere Sorgen und Nöte...

Alles, was wir auf dem Herzen haben, ist zusammengefasst in dem einen Gebet, dass unserer Herr Jesus Christus uns selbst aufgetragen hat.

... Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen

Segen
Und nun bevor du wieder weitergehst, gebe ich Dir den Segen mit, der uns vereint, Segen unter den wir uns Stellen, wie unter ein großes Zelt, das uns schützt:

Gott segne dich und behüte dich,
Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig,
Gott erhebe sein Angesicht auf dich
und gebe dir Frieden.
Amen

Musikalisches Nachspiel
"Sunrise", interpretiert von Sabine Braun und Ulrich Kodjo Wendt (Komponist)
(für musikalische Version bitte anklicken)

 


Copyright Bilder: Micaela Morgenthum