Ev. - Luth. Kirchenkreis Plön-Segeberg

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Kirchenkreis 2030

Auf dieser Seite erhalten Sie alle aktuellen Informationen zu der Entwicklung des Prozesses. Die wichtigsten Infos zum aktuellen Sachstand haben wir hier für Sie aufgelistet.

Veranstaltungen

Kirchenkreis 2030

Aufgrund eines prognostizierten zukünftigen Pastor*innenmangels hat sich der Kirchenkreis Plön-Segeberg gemeinsam mit den 35 Kirchengemeinden in den Prozess „Kirchenkreis 2030“ begeben. Ein erster Schritt war die Gründung von 12 Kirchspielen als regionale Gestaltungseinheiten, in denen sich der kommenden Herausforderungen angenommen wird.

Kirchenkreis 2030

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  • 23795 Bad Segeberg

  • +49 151 / 46155367 +49 151 / 46155367
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In Zukunft wird sich laut Prognosen die Situation bei der verfügbaren Pfarrstellen künftig durch eine Vielzahl Pensionierungen und Nachwuchsmangel im Pfarrberuf spürbar ändern. Nordkirchenweit wird es bis zum Jahr 2030 voraussichtlich ein Drittel weniger Pastori*nnen geben. Auch der Kirchenkreis Plön-Segeberg ist davon betroffen.

Der Kirchenkreis ist gemeinsam mit den Kirchengemeinden in den Prozess Kirchenkreis 2030 gestartet, zu einem Zeitpunkt, wo er viele Handlungsoptionen hat. Ziel ist, dass am Ende des Prozesses die Qualität der Arbeit im Kirchspiel und in den Kirchengemeinden trotz des quantitativen Rückgangs erhalten bleibt.


Pastor*in

Pastor Andreas W. Lüdtke

Projektstelle "Kirchenkreis 2030"

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FAQ "Kirchenkreis 2030"

Der Kirchenkreis Plön-Segeberg hat sich in den sogenannten Strukturprozess "Kirchenkreis 2030" begeben.

Auf dieser Seite erhalten Sie alle aktuellen Informationen zu der Entwicklung des Prozesses. Die wichtigsten Infos zum aktuellen Sachstand haben wir hier für Sie aufgelistet.

  • Warum begeben sich der Kirchenkreis Plön-Segeberg und seine 35 Kirchengemeinden in den Prozess "Kirchenkreis 2030“?

    Aktuell ist der Kirchenkreis Plön-Segeberg personell mit Pastorinnen und Pastoren gut und ausreichend besetzt, es gibt kaum Vakanzen. Darüber hinaus gibt es derzeit erfreuliche Nachwuchszahlen. Nichtsdestotrotz wird sich die Situation künftig durch eine Welle von Pensionierungen und einem prognostizierbaren Nachwuchsmangel im Pfarrberuf spürbar ändern.

    Nordkirchenweit wird es bis zum Jahr 2030 voraussichtlich ein Drittel weniger Pastorinnen und Pastoren geben. Deshalb gibt die Nordkirche den Kirchenkreisen auf der Grundlage landeskirchlicher Solidarität eine Obergrenze für die Anzahl der zu verteilenden Pastorinnen und Pastoren vor. Ziel hier ist, eine möglichst große personelle Verteilungsgerechtigkeit zu erreichen – ohne dass die Kirchenkreise in einen Wettbewerb um Pastorinnen und Pastoren treten müssen. Für den Kirchenkreis Plön-Segeberg bedeutet das konkret: Bis 2030 wird die Anzahl der derzeit 67 Pfarrstellen auf etwa 44 sinken. Der Kirchenkreis ist deshalb gemeinsam mit den Kirchengemeinden frühzeitig in den Prozess Kirchenkreis 2030 gestartet, zu einem Zeitpunkt, wo er viele Handlungsoptionen hat. Neben der zu erwartenden Pfarrstellenreduktion und dem Umgang damit, gibt es im Prozess weitere Themen zu berücksichtigen.

    Dazu gehören unter anderem Überlegungen zum Umfang der gemeindlichen und pastoralen Angeboten, zu inhaltlichen Schwerpunktsetzungen in der kirchlichen Arbeit, zur gemeindlichen Infrastruktur, zur Entwicklung zwischengemeindlicher Zusammenarbeit und zur Neuordnung von Leitung und Verwaltung auf Kirchenkreis-Ebene. Ziel ist, dass am Ende des Prozesses die Qualität der Arbeit im Kirchspiel und in den Kirchengemeinden trotz des quantitativen Rückgangs erhalten bleibt. Zudem soll und muss Kirche so nahe wie möglich bei den Menschen bleiben.

  • Was sind die Beiträge des Kirchenkreises und der Kirchengemeinden zur Kirchspielidee?

    Die Kirchenkreissynode hat nach dem Votum aller Kirchengemeinden das Gebiet in sogenannte Kirchspiele eingeteilt. So sollen konkrete Handlungsräume für eine selbstständige Erarbeitung von Möglichkeiten im praktischen Umgang mit den zu erwartenden Veränderungen geschaffen werden. 

    Darüber hinaus werden die Kirchengemeinden vom Kirchenkreis beauftragt, im Rahmen ihrer jeweiligen Kirchspiele die veränderten Bedingungen kreativ und eigenverantwortlich mit Leben zu füllen. Hier überlässt der Kirchenkreis den Gemeinden den größtmöglichen Gestaltungsspielraum. Die Kirchengemeinden können somit die zukünftigen Strukturen in ihrem Kirchspiel aktiv mitbestimmen.

    Ziel ist es, eine, für jedes Kirchspiel, gut passende Form der Zusammenarbeit zu erarbeiten. Dabei sind regionale Unterschiede denkbar und möglich.

  • Welche Chancen bietet dieser Prozess?

    Der Prozess Kirchenkreis 2030 bietet bei allen damit verbundenen Herausforderungen die große Chance, Kirche und kirchliche Arbeit in ihrer Ausrichtung und ihrem Wirken neu zu gestalten. Er beinhaltet die Möglichkeit bestehende Strukturen zu überprüfen, bei Bedarf zu modernisieren und aufzubrechen. Es besteht die Chance den kirchlichen Blick zu weiten und dabei auch Menschen und Organisationen, die derzeit eher am Rand von Kirche stehen, neu in den Fokus zu nehmen.

    Gerade die Personalprognose bei den Pastorinnen und Pastoren wirft zahlreiche Fragen auf: Welche Arbeit ist unverzichtbar. Was muss erhalten bleiben? Was soll eventuell sogar ausgebaut werden? Was wird reduziert? Welche Tätigkeiten können Pastorinnen und Pastoren an andere Professionen oder ans Ehrenamt abgeben? Wie können Kirchengemeinden künftig neu zusammenarbeiten, um bestehende Ressourcen optimal zu nutzen und neue aufzutun? Dazu weitet sich der Blick hin zu außerkirchlichen Partnern im Raum der Kirchengemeinden. Diese Problemstellung nimmt der Kirchenkreis gemeinsam mit den Gemeinden in den Blick. Wichtige Entscheidungen sollen nicht von oben nach unten weitergeben werden, sondern zusammen diskutiert und beraten werden. Vorschläge hierzu kommen direkt aus den Kirchspielen.

  • Warum führt der Kirchenkreis den Begriff Kirchspiel als Arbeitstitel ein?

    Kirchspiel ist ein traditionelles Wort kirchlicher Organisation. Ursprünglich ist damit der Einzugsbereich der Kirche gemeint.

    Aktuell ist dies ein offener und auch verfassungsmäßig nicht festgelegter Begriff, der sich – passend zum angestoßen Prozess – kreativ, sinnvoll und – wie im Namen mitklingend – auch spielerisch füllen lässt.

    Der Kirchenkreis versteht die künftigen Kirchspiele als konkrete regionale Handlungsräume, in denen mehrere Kirchengemeinden inhaltlich und organisatorisch verbunden zusammenarbeiten.

  • Welche und wie viele Kirchspiele gibt es im Kirchenkreis?

    Die Kirchenkreissynode hat die Zusammensetzung von 12 Kirchspielen beschlossen. Die Namen der jeweiligen Kirchspiele sind bisher nur vorläufig, hier kann es im Laufe des Prozesses Änderungen geben.

    Folgende Kirchspiele wurden beschlossen (sortiert von Nord nach Süd):

    01. Erweiterte Probstei (Laboe, Schönberg, Probsteierhagen und Selent)
    02. Ostsee und Kossau (Lütjenburg, Blekendorf, Kirchnüchel und Giekau)
    03. Schwentinental (Raisdorf und Klausdorf)
    04. Preetz (Preetz)
    05. Großer Plöner See (Plön, Lebrade, Ascheberg)
    06. Alte Schwentine (Bornhöved, Trappenkamp, Wankendorf)
    07. Segeberg Ost (Warder, Schlamersdorf, Prostorf, Sarau und Neuengörs)
    08. Segeberg West (Wahlstedt, Leezen, Todesfelde, Stuvenborn-Seth-Sievershütten)
    09. Segeberg (Segeberg)
    10. Nordstorman (Reinfeld, Hamberge, Klein Wesenberg, Zarpen)
    11. Oldesloe (Oldesloe)
    12. Segeberg Süd (Bargfeld, Nahe, Sülfeld)

  • Ersetzt das künftige Kirchspiel die bisherige Kirchengemeinde?

    Grundsätzlich nein, denn das Kirchspiel stellt lediglich einen konkreten regionalen Handlungsraum da. Die Idee ist, dass im Laufe des Kirchspielprozesses mehrere Kirchengemeinden ihre Zusammenarbeit neu organisieren und möglichst intensivieren. In welcher Form das geschieht, liegt dabei zuallererst in den Händen der Gemeinden. Wie Kirchengemeinden inhaltlich und organisatorisch näher zusammenrücken, entscheiden sie selbst. Verschiedenste Formen der Zusammenarbeit und des Zusammenschlusses sind denkbar.

  • Wie gestaltet sich zeitliche Rahmen für diesen Prozess? Wie geht es weiter?

    Auch wenn der Prozess den namen "Kirchenkreis 2030" trägt, ist als zeitlicher Rahmen für die strukturelle Planung und Umsetzung in den Kirchengemeinden der Zeitraum 2019 bis 2024 vorgesehen. Dieses Zeitfenster berücksichtigt die nächste Kirchengemeinderat-Wahl und die Befristung der vom Kirchenkreis geschaffenen Projektstelle.

     

  • Wie unterstützt der Kirchenkreis die Gemeinden?

    Der Kirchenkreis sieht sich in der Verantwortung, Resonanzräume im Rahmen des Prozesses zu bieten. Darum hat er eine Projektstelle eingerichtet, die organisatorisch und beratend den Prozess Kirchenkreis 2030 betreut. Diese Stelle ist bis 2024 befristet. Stelleninhaber ist Pastor Andreas W. Lüdtke. Darüber hinaus unterstützt und begleitet der Kirchenkreis die Gemeinden unter anderem durch die Neueinsetzung eines Projektausschusses Kirchenkreis 2030, externe Moderation, innere Co-Leitung, Unterstützungspakete für Kirchspiele und projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit.

    Darüber hinaus können Kirchengemeinden finanzielle Unterstützung erhalten. Der Kirchenkreisrat stellt finanzielle Mittel für eine Einstiegsberatung sowie für den Prozess einer Kirchspielberatung zur Verfügung. Nachfragen hierzu beantwortet die Projektstelle.

    Bei dem Wunsch nach Moderation und Beratung in Konfliktfällen entscheiden die Pröpste in Absprache mit dem Projektstelleninhaber, wie jeweils vorgegangen werden soll.

     

"Dazu habe ich richtig Lust"

Interview mit dem Inhaber der Projektstelle "Kirchenkreis 2030", Andreas W. Lüdtke

Andreas W. Lüdtke ist seit September 2019 Inhaber der Projektstelle "Kirchenkreis 2030". Im Gespräch mit der Öffentlichkeitsarbeit erzählt der Theologe und angehende Gemeindeberater, was ihn an diesem Job reizt, welche Erfahrungen er aus dem Gemeindepfarramt mitbringt und welche Schritte die Kirchspiele im Zuge des Prozesses angehen sollten.

Was sind Ihre Aufgaben als Inhaber der Projektstelle Kirchenkreis 2030?
Ich begleite diejenigen, die mit dem Prozess „2030“ zu tun haben. Das sind vor allem die Pastorinnen und Pastoren unseres Kirchenkreises mit ihren Kirchengemeinderäten und den haupt- und ehrenamtlich Tätigen. Das Diakonische Werk und das Bildungsmerk haben ebenfalls mit diesem Prozess zu tun. Und natürlich die Steuerungsgruppe und beide Pröpste. Und wahrscheinlich habe ich jetzt noch jemanden vergessen – denn zu tun mit „2030“ haben doch eigentlich alle. Meine Aufgaben ist oft, zu moderieren. Zu beraten. Und in der Steuerungsgruppe Protokoll zu führen.

Was hat Sie nach vielen Jahren als Gemeindepastor in Schönberg an diesem Job gereizt?
Im Mai 2017 habe ich die Zusatzausbildung zum Gemeindeberater und Organisationsentwickler begonnen. Das macht mir viel Freude. Immer wieder neuen Menschen zu begegnen, mit ihnen zu arbeiten und zu erleben, wie groß ihr Potential ist. Dabei zu sein, wenn eine Gruppe zu Ergebnissen kommt, von denen sie vorher gar nicht wussten, dass es diese Lösungen geben würde. Das ist einfach großartig!

Was nehmen Sie mit vom Pastorenberuf?
Auf jeden Fall das Wissen, welche Herausforderungen der Gemeindealltag so bietet. Wenn Pastor*innen mir erzählen, was ihre tägliche Arbeit ist, dann weiß ich, wo-von sie reden. Ich habe in den letzten 25 Jahren Gemeindearbeit an unterschiedli-chen Orten kennengelernt – in einem sozialen Brennpunkt in Lübeck, in einer Kieler Innenstadtgemeinden, in Kiel-Elmschenhagen und zuletzt in Schönberg.
Anfangs gab es – zumindest in meiner Erinnerung – noch Zeiten im Kirchenjahr, die ruhiger waren als andere. Die sind irgendwie nicht mehr da, scheint mir. Und dieses Verschwinden der ruhigeren Monate – das betrifft ja auch alle anderen, die Di-akone und Kirchenmusikerinnen, die Sekretärinnen und Küster, die Mitarbeitenden in der KiTa und auf dem Friedhof. Alles wird schneller und mehr.

Und jetzt kommt der Prozess "Kirchenkreis 2030" noch obendrauf.
Ja, das stimmt. Es ist ja nicht so, dass sich die Haupt- und Ehrenamtlichen vorher gelangweilt hätten und jetzt froh sind, sich im Kirchspiel austoben zu können. Es ist Arbeit. Der Prozess stellt uns vor große Aufgaben. Neben all dem anderen, was die Menschen sonst noch zu tun haben. Ich hoffe auf eine gute Arbeitsteilung in den Gemeinden vor Ort, damit es nicht zu Überlastungen kommt. Und gleichzeitig müssen diejenigen, die nicht an allen Treffen und Planungen teilnehmen, gut informiert sein.

Im Laufe des Prozesses wird es sicher auch Enttäuschungen geben, oder?
Mit Sicherheit wird es auch dazu kommen. Dass alle Beteiligten ihre Wunschvorstellungen zu 100 Prozent umsetzen können, bezweifele ich. Ich möchte mithelfen, uns nicht vorschnell auf lauwarme Kompromisse zu einigen, sondern tragfähige Lösungen mit hohem Konsens zu erarbeiten. Da bin ich als Berater gefordert.

Was ist wichtig bei systemischer Beratung?
Zunächst einmal: Sie geschieht ergebnisoffen. Ich bin nicht eingestellt worden, damit zum Beispiel am Ende alle Gemeinden miteinander fusionieren. Vielleicht ist in dem einen oder anderen Fall eine Fusion tatsächlich die beste Lösung. Vielleicht ist aber auch eine Kooperation am besten geeignet und umsetzbar. Oder ein Verband. Oder ein Pfarrsprengel. Oder etwas, was es heute noch gar nicht gibt – aber in drei Jahren. Genau das meine ich mit ergebnisoffen.

Und weiter?
„Systemisch“ bedeutet, dass das Potential für die Lösung einer herausfordernden Aufgabe im System liegt. Ein Beispiel: Die Lenkungsgruppe eines Kirchspiels lädt mich ein, um sich darüber zu verständigen, für welches Pastorat im Jahr 2030 welche Verwendung sinnvoll sein kann. Ich habe darauf keine Antwort. Kann ich ja auch gar nicht. Ich kenne die Gemeinde nicht so gut wie die Kirchengemeinderäte. Ich kenne die Verkehrsanbindungen nicht, weiß nicht um geschichtliche und soziale Bezüge. Die Liste dessen, was ich alles nicht weiß, ist richtig lang. Ist aber überhaupt nicht schlimm. Denn das System – in meinem Beispiel die Menschen, die in der Lenkungsgruppe arbeiten – die wissen das alles. Die können – und werden – mit dem, was ich an Methoden und Interventionen anbieten kann – zu einer Lösung gelangen.

Und warum ist diese in so einem Prozess wichtig?
Die systemische Art von Beratung verspricht eine viel höhere Halbewertzeit, weil sie von den Menschen vor Ort selbst erarbeitet worden ist. Es ist deren Idee – darum werden sie auch die Energie haben, an der Umsetzung zu arbeiten und eventuelle Rückschläge zu verkraften und Durststrecken zu überstehen.
Stellen Sie sich vor, ich würde als Berater kluge Ratschläge verteilen. Oder schematisierte Lösungsmodelle anpreisen und verkaufen. Was würde passieren? Ich wäre noch nicht ganz zur Tür raus, da würde das System – die Menschen, die ich beraten habe – sich gegenseitig angucken, den Kopf schütteln und sagen: „Der hat ja keine Ahnung! Was der uns da vorgeschlagen hat, klappt bei uns nie!“ Nee, die systemische Beratung ist für mich die einzige Beratungsform, die in diesem Prozess, den wir vor uns haben, zu Ergebnissen führen wird.

Für wen sind Sie in Ihrer Funktion ansprechbar?
Im Prinzip für Alle. Damit es aber möglichst wenig Reibungsverluste gibt, ist es sinnvoll, wenn Menschen aus einer Kirchengemeinde sich zunächst an ihre Gemeindepastorin bzw. Pastor wenden, wenn sie was zum Thema ‚Kirchspielprozess' wissen wollen. Denn die Verantwortlichen vor Ort können noch einmal ganz anders und konkreter auf die Kirchengemeinde bezogen antworten, als ich es kann. Neben meiner Ansprechbarkeit für die Kirchengemeinderäte kann ich mir gut vorstellen, auch zu Gemeindeversammlungen eingeladen zu werden. Dort könnte ich dann etwas zum übergeordneten Prozessgeschehen erläutern und mit Gemeindegliedern ins Gespräch kommen.

Woher schöpfen Sie die Motivation für die Aufgabe?
Kurz gesagt: Ich darf bei Erfolgen dabei sein und kann dazu beitragen. Das ist toll, ich sehe viele Entwicklungen und Schritte nach vorne. Zum anderen bin ich von der Wichtigkeit und Dringlichkeit von ‚Kirche 2030' überzeugt. Wir müssen uns jetzt damit beschäftigen, was 2030 voraussichtlich Realität sein wird. Es ist entscheidend, jetzt aktiv mit Zeit und Luft vorzubereiten und zu planen. Mit der Chance, Schwerpunkte zu setzen. Und das Ganze am liebsten durchaus auch spielerisch, experimentell. Die üblichen gedanklichen Bahnen einmal verlassen und neu denken. Dazu habe ich richtig Lust.

Das Gespräch führte Sebastian von Gehren