Freitag, 16. Januar 2026
Es ist heiß. Es ist trocken. Die Erde ist hart und hat schon Risse, weil es nicht regnet. Die Leute gehen zu den Brunnen, um Wasser zu ho-len - aber die sind versiegt. Ihre Gefäße bleiben leer, ihre Augen auch. Das Leid ist groß. Und das Leiden ist groß.
Es ist kalt. Der Wind weht durch die Mauern. Die Gebäude haben Ris-se und liegen in Trümmern, weil es Drohnen und Raketen regnet. Die Leute räumen Steine weg, um ihr Hab und Gut zu bergen - aber die Schäden sind riesig. Ihre Hände können nicht mehr. Das Leid ist groß. Das Leiden ist groß. Damals beim Propheten Jeremia und heute in unserer Welt: Überall, wo Krieg herrscht, wo Gewalt droht. Wo wir ver-zweifeln, keinen Ausweg sehen, wo wir in Not sind. Und das schon am Anfang des Jahres. Wie soll es noch werden und an wen wenden wir uns? Helfen Präsidenten, Diplomaten, Ministerinnen, Verhandler? Die sollen ihren Job machen - in Europa, den USA, in Grönland, in der Uk-raine, Gaza, in Brüssel und Teheran und überall da, wo es not-wendig ist!
Wir fragen: Gott, wo bist du? „Warum tust du so, als ob du nicht helfen kannst?“ (Jeremia 14,9 im Predigttext)
Doch, Gott hilft. Heißt Immanuel und ist da. Bei uns, in unserer Not und lässt uns nicht im Stich. Gott geht mit. Ja, „du bist ja mitten unter uns, und wir tragen deinen Namen!“ Das bringt den Schwenk: Wir gehören zu Gott, in Liebe und Zuversicht. Am Anfang des Jahres und immer!
Pastorin Susanne Hahn, Kirchengemeinde Nahe im „Kirchspiel im Alsterland“