Freitag, 13. Februar 2026
„Rinderkennzeichnungsfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz“, „Grundstücksverkehrsgenehmigungszuständigkeitsübertragungsverordnung“ und „Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaftsgesetz“ – was diese Wortungetüme bedeuten sollen, wissen nur die Wenigsten. Auch, wenn vor ca. 2000 Jahren keines dieser Wörter existierte, gab es schon damals eine Menge anderer unbegreiflicher Dinge. Die Jünger von Jesus zum Beispiel verstanden häufig erstaunlich wenig. Wie schaffte es ihr Meister, einen Sturm zu stillen oder einen Blinden sehend zu machen? Und warum um alles in der Welt musste er am Kreuz sterben? Die Jünger zweifelten an verschiedenen Stellen oder hatten eigene Pläne, die mit denen von Gott nicht zusammenpassten. Aber Jesus ließ seine unverständigen Begleiter nicht fallen. Im Gegenteil. Er half ihnen, vertrauen zu lernen. Er sagte: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ Nicht, was die Jünger taten oder verstanden, war entscheidend, sondern das, was Gott tat. Auch in unserem Leben und in unserer Zeit verstehen wir Vieles nicht - von der großen Weltbühne bis hinein in unseren ganz privaten Bereich. Und immer noch gilt: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ Auch heute liegt der Schlüssel nicht in unserem eigenen Tun oder Verstehen. Es ist und bleibt Gott, der uns einlädt, ihm zu vertrauen.
Peter Lübbert, Kirchengemeinde Pronstorf