Freitag, 17. Juli 2026
Wenn ein Film so überschrieben wäre, welchen Inhalt würden Sie erwarten (und denken vielleicht: Ist das nicht eine kirchliche Kolumne?)?
Auf der Rückreise - mitten in Frankreich - sind wir im Urlaub in diesem Hôtel abgestiegen.
Es hieß ein wenig anders.
Das Grand Hôtel stellte sich als ein bescheidener Altbau heraus, der innen allerdings mit viel Kreativität und Liebe hergerichtet war.
Und dann - gerade hatten wir den Frühstücksraum betreten - kam sie.
Ihr Blick fiel auf die neuen Gäste. Sie hieß uns herzlich willkommen und lud uns ein, uns den schönsten Platz zu suchen.
Ihr selbstgekochtes Apfelkompott zum Croissant hatte es mir angetan. Doch sie bekannte: Das Zitronengelee sei die Krönung. Ein wenig sei noch da, so wenig, dass sie dachte: „Ach das stelle ich nicht mehr auf“.
Dann ging sie in die Küche und löffelte die Reste in ein Schälchen.
Sie hatte nicht zuviel versprochen: Eine Offenbarung!
Am kommenden Sonntag hören wir davon, dass Jesus Menschen damit verblüfft, dass er den Hunger einer großen Menschenmenge stillt, obwohl es zunächst so aussieht, als würde es nie für alle reichen.
Für meine Frau und mich war diese junge Frau an jenem Morgen eine Botschafterin der Liebe.
Eine junge Frau, die sich den fremden Gästen aufmerksam und liebevoll zuwendet.
Und dann wird nicht nur der Magen, sondern auch die Seele satt.
Einen gesegneten Sonntag!
Pastor Matthias Voß, KG Segeberg