Freitag, 21. November 2025
Es ist schnell dunkel, der Nebel wabert über die Felder, fieser Niesel kriecht einem unter die Jacke, kalte Füße und ein leichtes Dauerfrösteln ziehen uns schnell nach Hause in die warme Stube. Und zu alledem drückt der Monat mit seinen Gedenktagen und Abschieden aufs Gemüt.
Aber nun ist es fast geschafft, denn wir befinden uns in einer Zwischenzeit. Am letzten Sonntag wurde das alte Kirchenjahr mit dem Gedenken der Verstorbenen beendet - und mit dem 1.Advent beginnt in wenigen Tagen etwas Neues.
Aber heute - heute sind wir noch mittendrin.
Es ist die „stille Woche“, eine Zeit der Ungewissheit, Tage des mühevollen Aushaltens. - Das Dunkel hinter uns und das Funkeln vor uns.
Und aus dieser Zwischenzeit erwachen so langsam unsere Dörfer. „Anleuchten“ heißt es bei uns, wenn die Adventsbeleuchtung offiziell eingeschaltete wird. Wenn aus der bedrückenden Dunkelheit ein zarter Hoffnungsschimmer erwächst, der im weihnachtlichen Lichterglanz seinen Höhepunkt findet.
Noch einmal atme ich tief durch und sage Danke für den November. Danke für die Dunkelheit, das Innehalten, das Erinnern.
Nun bin ich bereit für Glitzer, Glanz und Gloria!
Pastorin Kristin Gatscha, Kirchengemeinde Schönberg